EHCWN- EHC Dübendorf II 5:2 (2:0|1:2|2:0)

So, 04.11.2018, 20.00 Uhr, Kunsteisbahn Frauenfeld, 48 Zuschauer

3 Punkte geholt ohne zu überzeugen

Nach der hochverdienten Cupqualifikation für die 3. Runde von vor einer Woche, galt es in der Meisterschaft wieder ernst. Nach den zwei Niederlagen gegen St. Gallen und Wetzikon, war natürlich Wiedergutmachung angesagt. Da kam der Tabellenletzte EHC Dübendorf wie gerufen für die Jungs des EHCWN.

„Aufgepasst meine Herren“, warnte Trainer Jürg Wiesmann seine Mannschaft bei der Garderobenansprache, das heutige Spiel darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Rund 50 Zuschauer in der Frauenfelder Eishalle warteten gespannt auf das erste Bully. Das mit 15 Mann, also 3 kompletten Linien agierende Heimteam, versuchte den Gegner sofort mit seiner berühmt berüchtigten Offensive zu überfahren. So kam die neu formierte 1. Sturmlinie (Schoop, Schoop, Hiller) auch gleich zu einer hervorragenden Goalchance, welche aber vom gegnerischen Torhüter mit einem „Big Save“ zunichte gemacht wurde. Der Gegner aus Dübendorf liess sich von diesem kurzen Startfurioso aber nicht beeindrucken und stürmte seinerseits drauflos. Die, am heutigen Abend nicht immer sattelfeste, Verteidigung des EHCWN, konnte sich dann ihrerseits bei Torhüter Daniel Dietschweiler bedanken. Er zeigte sich verantwortlich, dass man nicht schon früh in Rückstand geriet. Das Spiel ging im 1. Drittel munter hin und her, mit Chancen hüben und drüben. Dank eines Slapshot-Tors von Verteidiger Lukas Schudel, einer exzellenten Einzelleistung von Stürmer Matthias Schoop und diversen Glanzparaden von Torhüter Daniel Dietschweiler, konnten die Thurgauer mit einer 2:0 Führung in die Pause gehen.

Wer nun erwartete, dass der EHCWN aus einer guten Defensiven heraus versuchte den Vorsprung sicher zu halten und nach Möglichkeit auszubauen, der täuschte sich. So war es immer wieder der EHC Dübendorf, der nach unnötigen Scheibenverlusten, verlorenen Zweikämpfen und diversen Unachtsamkeiten in der Hintermannschaft des Heimteams, zu ausgezeichneten Chancen kam. Hinzu kam, dass auch Schlussmann Dietschweiler nichts mehr aus dem Hut zaubern konnte und im 2. Drittel den Puck zweimal aus den eigenen Maschen fischen musste. Zum Glück hatten die Hausherren noch Matthias Schoop in den eigenen Reihen, der mit seinem 9. Saisontor sicherstellte, dass der EHCWN mit einer 3:2 Führung zum Pausentee gehen konnte.

Kurz nach Start ins 3. Drittel, bekamen die Dübendorfer die Chance im Powerplay zum 3:3 auszugleichen. Aber nichts da, dachte sich Routinier Martin Hauser. Der fasste sich ein Herz, bekam die Scheibe mustergültig von Simon Bührer zugespielt und bezwang den gegnerischen Torhüter mit einem satten Schuss. So bewerkstelligte er die zwischenzeitliche Führung mit 2 Toren Unterschied. Die inzwischen etwas aus der Lethargie erwachte EHCWN-Verteidigung, unter tatkräftiger Mitwirkung des weiterhin stark spielenden Daniel Dietschweiler und des 10. Saisontors von Matthias Schoop, gewann der EHCWN letztendlich ohne zu überzeugen, aber auch nicht völlig unverdient, mit 5:2.

Nach der Pflichtaufgabe gegen den EHC Dübendorf, steht nächsten Samstag ein erstes und hoffentlich nicht letztes Saisonhighlight an. Der 3.-Ligist EHCWN trifft am Samstag um 20.30, zuhause in Frauenfeld, auf den 2.-Ligisten EHC Schaffhausen. Es wird natürlich versucht, das Unmögliche möglich zu machen und sich für die 4. Qualifikationsrunde des Schweizer Cups zu qualifizieren. Der EHCWN hofft, auch nächsten Samstag auf die lautstarke Unterstützung seiner treuen Anhänger, damit der Traum des Schweizer Eishockeycups am Leben erhalten werden kann.