EHC Wilen-Neunforn – EHC Winterthur 2:8 (1:0|1:3|0:5)

Sa, 15. Dezember 2018, 20:15, Kunsteisbahn Frauenfeld, 81 Zuschauer

Der EHC Wilen Neunforn unterliegt dem EHC Winterthur

Der EHC Wilen Neunforn verliert das erste Spiel der Rückrunde in der 3. Liga Ost gegen den EHC Winterthur diskussionslos mit 2:8. In einem weitgehend emotionslosen Spiel zwischen den beiden Teams sorgte einzig der Schiedsrichter für hitzige Gemüter.

Das Spiel startet verheissungsvoll für den EHC Wilen-Neunforn. Bereits in der 2. Minute kann Captain Alain Bucher seine ganze Routine nutzen und den Winterthurer Torhüter Meyer mit einem satten Handgelenkschuss bezwingen. Das Startfuriosum wurde aber sogleich durch zwei aufeinanderfolgende Strafen gegen das Heimteam – eine wegen «vermeintlich» zu vielen Spielern auf dem Eis – gebremst und Winterthur kam immer besser ins Spiel. Trotz hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten und einer weiteren Unterzahlsituation kurz vor Ende des ersten Drittels, konnte der EHCWN den 1:0 Vorsprung in die Drittelspause retten. Kurz nach Wiederanpfiff fasste das Heimteam eine 2+2 Minutenstrafe wegen übertriebener Härte. Das anschliessende Powerplay konnte von Winterthur in der 26. Minute gleich doppelt genutzt werden. Erst glich Samuel Stalder mit einem Kracher von der blauen Linie den Spielstand aus und nur Sekunden nach dem Wiederanspiel erhöhte Joel Linhart das Score mit einer schönen Einzelleistung auf 1:2. Nur vier Minuten später schwächte sich das Heimteam mit der bereits fünften Strafe weiter und kassierte prompt das 1:3. Marvin Guggisberg hiess der Torschütze, welcher von Roger Brunner lanciert wurde. Kurz vor Drittelsende schien es, als hätte sich das Heimteam gefangen. Es erarbeitete sich mehr und mehr Torchancen und netzte in der 37. Minute durch Matthias Schoop zum Anschlusstreffer ein. Es schien als käme die zweite Drittelspause für den EHC Winterthur nun im richtigen Moment und die Teams gingen mit einem 2:3 Spielstand in die Pause. Aus dieser kam der EHC Winterthur aber konzentrierter und wacher zurück aufs Eis. Es dauerte nur gerade eineinhalb Minuten bis Tobias Lütolf das aufbäumen des EHCWN beendete und zum 2:4 traf. Weitere zwei Minuten später musste Torhüter Amhof wieder hinter sich greifen. Es folgten drei Zweiminutenstrafen gegen den EHCWN. Die letzte – notabene die neunte Strafe gegen den EHCWN bis zu diesem Zeitpunkt – konnte von Aytek Levend zum 2:6 genutzt werden. Hatten sich die beiden Teams bis dahin einen, zwar wenig intensiven, aber fairen Kampf geboten, glitt dem Schiedsrichter Sepp Lechelt die Partie nun endgültig aus der Hand. Er sprach eine zehn minütige Disziplinarstrafe gegen Tobias Bucher aus, welcher lediglich mitteilen wollte, dass sein Team ein Time-Out nehmen möchte. Die Gemüter auf den Rängen erhitzten sich zunehmend und die Wilemer verloren mehr und mehr die Konzentration. Nachdem in der 52. und 54. Minute zwei weitere Strafen gegen die Hausherren ausgesprochen wurde war der Mist geführt und Winterthur konnte auf das Endresultat von 2:8 davonziehen. Trotz der desaströsen Schiedsrichterleistung (77 zu 2 Strafminuten!) war der Winterthurer Sieg schlussendlich in dieser Höhe verdient.